Leben im Epilog (2017)

Ein experimenteller, essayistischer Episodenfilm über Gesellschaft, Politik, Erwachsen werden, Krise des Subjekts und Erinnerung.

Teaser #1

mit Peta Klotzberg

Teaser #2

mit Benjamin Kornfeld und Sonja Pikart

 

 

Zuerst einmal die zunehmende politische Verunsicherung in Verbindung mit der Art mit der Millennials aufgewachsen sind. Das konstante Wachstum und der damit verbundene Wohlstand haben dieser Generation ein falsches Gefühl von Sicherheit gegeben. Politik wirkte für die längste Zeit verstaubt und sich ständig wiederholend, was zu einer gewissen Lethargie führte. Nun scheint dieses implizite Versprechen eines Lebens in Frieden gefährdet und es stellt sich die Frage, wie auf diese neue Situation reagieren.
Dann die Krise des Subjekts in einer immer unüberschaubareren Welt. Man will sich in eine sichere Blase zurückziehen, um sich vor dem Außen zu schützen und nichts und niemanden an die Wirren der Umwelt zu verlieren. Doch ein solcher Versuch, sich zurückzuziehen, ist zum Scheitern verurteilt.
Gleichzeitig vergehen die Jahre und schließlich ist man an einem Punkt, an dem man sich eingestehen muss, dass man nicht mehr dieselbe Person ist. Unmerklich hat man sich verändert und muss nun die Basis, die einzige Konstante, die man als gegeben genommen hat, neu evaluieren.
Mit dieser Entwicklung geht auch einher, dass man Menschen, die einmal ein essentieller Teil seines Lebens gesehen hat, aus den Augen verloren hat. Zurück bleibt nicht nur eine gewisse Leere, sondern auch offene Fragen und Reue.
Dieser Film will keine Antworten liefern, sondern vielmehr Fragen stellen. Das Jahr 2016 mit seinen vielen erschreckenden Entwicklungen hat diese verschiedenen Episoden inspiriert. Auf eine Art ist es ein Versuch der Fülle an Eindrücken Herr zu werden, einen Ausweg zu finden oder zumindest einen Diskurs zu starten.