DER SCHWINDEL – ein zukunftsromanfilm (2015)

68 Minuten, HD, 2015

Typischerweise konzentrieren sich Science-Fiction Filme auf die gesellschaftlichen, politischen und technologischen Entwicklungen, wodurch die erzählte Geschichte zu einem bloßen Vehikel dieser Ideen, Prognosen und Warnungen wird. DER SCHWINDEL will keine Aussagen über die Zukunft machen, sondern ein Individuum und seinen Versuch, in einem unpersönlichen System einen Platz für seine individuellen Bedürfnisse zu finden, zeigen.
Schließlich findet er sich zwischen zwei unvereinbaren Welten gefangen: Ist es besser, sich fälschlicherweise frei zu meinen oder tatsächlich eine gewisse – wenn auch eingeschränkte – Freiheit zu besitzen? Ist es möglich wissentlich in die Unwissenheit zu gehen?

Der Entstehungsprozess von DER SCHWINDEL begann 2011 mit der zwölfteiligen Kurzfilmreihe STUDIEN ZU ‘EIN FILM IST EIN FILM IST EIN FILM…’, die sich mit dem Themenkomplex ‘Erinnerung und Vergessen’ beschäftigt. Das Ziel war mit filmischen Techniken zu experimentieren und zugleich einen Materialpool anzulegen.
Der nächste Schritt war 2013 der 36-minütige Film DER WALD, in dem die Diegese und die Synopsis von DER SCHWINDEL entwickelt wurden und als eine Art Moodboard diente. Zu einem Großteil handelt es sich hier um eine Collage aus Material aus den STUDIEN.
Nachdem durch DER WALD die Umrisse des Plots erarbeitet waren, war der nächste Schritt das Verfassen des Buches. Es wurde kein typisches Drehbuch geschrieben, sondern ein (Zukunfts-)Roman, der sich stark mit der Philosophie und den Beweggründen der Charaktere beschäftigte.
Mit diesem Hintergrundwissen versetzten sich die Schauspieler in die in Umrissen vorgegebenen Situationen und die Szenen wurden gemeinsam am Set ausgearbeitet. Das Ziel dieser Arbeitsweise war es, eine Lebendigkeit in das Spiel zu bringen, die mit einem zuvor bis ins Detail verfasstem Drehbuch leicht verloren geht.
Die nachträgliche Synchronisation wurde gewählt, um den Rezipienten ohne viele Erklärungen in die Atmosphäre des Systems zu versetzen.

mit
Castor/Pollux Christian Ruthner

Jana Almuth Hattwich, Vidina Popov

Ika Benjamin Kornfeld, Adrian Dorfmeister

Ganymede Julia Sternthal

Ganymedes Stimme Carolina Gusenleitner

Janus Dominik Raneburger, Florian Rottensteiner

Janus’ Stimme Matthias Rippert

Kostüm Mirza Sprecakovic

Tonmann Lukas Nowotny

Herr Kallisthenes Skuludis Alejandro del Valle-Lattanzio

außerdem
Simon Ahlborn, Josephine Ahnelt, Christoph Alten, Carolyn Amann, David Aufdembrinke, Selina Baumgartel, Martina Berlinger, Florian Burger, Radu Diaconescu, Terlan Djavadova, Cornelius Edlefsen, Oliver Eglseer, Janne Ganzer, Timotie Girardon, Tristan Griessler, Oliver Gross, Theresa Gusenleitner, Max Hammel, Dominik Heizmann, Kathrin Hoedl-Hausek, Nikolaus Hofmüller, Andrea Isasi, Marilies Jagsch, Len Jakobsen, Nicolass Janssens, Marvin Kanas, Adelina Kastrati, Anja Kerrinnes, Bastiana Konstantin, William Kristen, Lisa Kulmer, Likewise, Matthias Lindenthal, David Mayrhofer, Bojan Menkovski, Julie Mij, Ula Okrojek, Alejandra Pineda De Ávila, Daniel Prattinger, Yolanda Puschkin, Rosanna Ruo, Lili Schagerl, Paul Schuster, Daniel Schwabeneder, Sissy Sternthal

Zitate
Arcade Fire, Aristoteles, Thomas Bernhard, Bright Eyes, Albert Camus, Death Cab for Cutie, Deep Blue Something, The Felice Brothers, Franz Kafka, Alain Robbe-Grillet, Leo Perutz, Oliver Sacks, Jean-Paul Sartre, Tiger Lou, Two Gallants

Ausschnitte aus 8. STUDIE ZU ‘EIN FILM IST …’ von Philipp Kaindl

Tonausschnitte aus LISTENING UNTIL COMPLETELY AFRAID von Julia Sternthal

Kamera ICARUS Ohad Ezra

Voice Over Aufnahmen 12. STUDIE Christian Haas

Synchronisationsaufnahmen Lukas Nowotny

Stoffmitentwicklung/Preproduktion Ula Okrojek

Musik Alejandro del Valle-Lattanzio

mit Unterstützung von Akademie der bildenden Künste Wien

Dank an
Badehaus Sargfabrik, Barrierefreie Filme GmbH, Cafe Hobby, Mario Höller & Jhon Fredy Pulido Murcia-Höller, Kino5, Vienna Residence, Wratschko Gastwirtschaft

ein Film von Cristóbal Hornito